Schützenverein St. Georg Hopsten Aa e.V.
Schützenverein St. Georg Hopsten Aa e.V. 
Chronik des Schützenverein St. Georg Hopsten Aa e.V.

Im Herbst des Jahres 1919 versammelten sich auf Initiative des Bauern Josef Haake Männer, um über die Gründung eines eigenen Schützenvereins zu beraten. Herr Josef Gernemann, Leiter der Schule Hopsten-Aa und späterer Rektor der Dorfschule Hopsten, half Herrn Haake bei der Durchführung.

Folgende Bürger fanden sich 1919 ein:
Josef Becker, Heinrich Brickwedde, Franz Brickwedde, Karl und Hubert Brinkmann, Josef Bruns, August Bruns, Heinrich Büscher, Josef Büscher, Josef Gernemann, Hermann Greß, Viktor Greß, Franz Haake, Josef Haake, Alois Haake, Heinrich Hassing, Heinrich Hermes, Ferdinand Hespeling, Josef Hespeling, Heinrich Hespeling, August Kamphus, Franz Klostermann, Julius Klostermann, Gustav Klostermann, Heinrich Kockmann, Karl und Josef Konermann, Alois Lambrecht, Franz Lambrecht, Josef Lindemann, Bernhard Loose, Klemens Loose, Alfons Loose, Karl Loose, Hermann Loose, Georg Lüttmann, August Möller, Bernhard Nieland, Karl Remke, August Remke, Josef Remke, Klemens Rutemöller, Gustav Schmidt, Heinrich Schmidt, August Schneider, August Schneiders, Heinrich Schoo, Klemens Schoo, Karl Schulte, Josef Schulte, Julius Schweigmann, Heinrich Stapper, Franz Stegemann, August Stegemann, Bernhard Teepe, Josef Uphaus, Klemens Üffing, Heinrich Üffing, Johann von der Neut, Heinrich Wallmeyer, August Wallmeyer, Josef Weger, August Weßling, Hans Willmann, Heinrich Wolken.
Sicher wurde bei dieser Aufzählung der Eine oder Andere vergessen, aber das läßt sich nicht vermeiden, wenn keinerlei schriftliche Unterlagen vorhanden sind.

Mit überwältigender Mehrheit wurde Bernhard Nieland zum ersten Vorsitzenden des neuen Schützenvereins gewählt, der sich nach dem Patron der Hopstener Pfarrgemeinde Schützenverein St. Georg nannte. Bernhard Nieland hatte als Vorsitzender keinen leichten Stand, denn der damalige Vikar Fränkert nahm auf der Kanzel gegen diese Gründung Stellung. Dennoch ließen die verantwortlichen Männer dadurch nicht abschrecken und feierten zum ersten Mal ein Schützenfest in der Scheune des Bauern Heinrich Wolken. Das Königsschießen war in Volbers Krümpel an der Aa. Im Jahre darauf feierte man aus Sparsamkeitsgründen im Saal Luster, den der Wirt Kockmann für das Fest gemietet hatte. Als sich die Zeiten besserten, konnte daran gedacht werden, in einem Zelt zu feiern, wechselweise bei Schmidt und Kockmann aufgebaut wurde. Im Jahre 1925 schaffte der Verein sich eine eigene Fahne an. Zu der Einweihung hatte man ein großes Fest mit vielen Gastvereinen aufgezogen. Nach Bernhard Nieland wurde Franz Klostermann Vorsitzender der Georgschützen. Auf ihm folgte Josef Uphaus. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde August Schneiders von 1949-1950 Vorsitzender. Josef Büscher bekleidete von 1950-1965 diese Amt. Sein Nachfolger war von 1965-1990 Paul Remke. Der Nachfolger von Paul Remke in diesem Amt war von 1990-1992 Franz-Josef Feltmann. Dieser wurde 1992 von Dietmar Rolfes abgelöst.

Äußerst interessant muß es mit der Festmusik in den ersten Jahren des Bestehens des Vereins gewesen sein. Damals existierte in Hopsten eine Kapelle des Kriegervereins, die man immer, solange sie bestand, verpflichtete. Wie die Gründer erzählten habe die Kapelle nur ein geringes Repertoire gehabt. So habe sie einen Walzer, einen Schieber, einen Schottsken, einen Rheinländer und einen Marsch spielen können. Bei dem Marsch habe der Refrain, der von Festteilnehmer mitgesungen worden sei, geheißen: "Wat dat stuff, wat dat stuff, wenn de Buer mit de schufkoar schuff".
Im Jahre 1933 forderten staatliche Stellen die Verschmelzung der drei örtlichen Schützenvereine. Es kam zu Gründung eines einzigen Schützenvereins, den den Namen "St. Annen-Schützenverein" erhielt zu seinem Gefolge zwei Ehrendamen, einen oberst, einen Hauptmann und zwei Adjutanten zu Pferde.
Königskette blieb die Kette der "St. Annen-Schützengesellschaft". Die Ketten der beiden Vereine "St. Hubertus" und "St. Georg" wurden zu einer Kette vereinigt, die fortan der Vizekönig trug. Ersten Schützenkönig nach der Verschmelzung wurde der Kaufmann Wilhelm Pruß, der sich Frau Sophia Loose aus der Aabauerschaft zur Königin erkor. Ihm folgten als König Ferdinand Üffing mit Frau Anna Krieger, Josef Schlüter mit Fräulein Ida Mersch, Klemens Büscher mit Fräulein Therese Wolff, Dr. Gustav Lampe mit Frau Anna Lampe und Franz Kollenberg mit Fräulein Hilde Remmer. Diese Königspaare sind gleichzeitig auch als Königspaare der St. Georgschützen anzusehen.
Im Jahre 1948 hatte die "Sankt Annen-Schützen-Gesellschaft" erstmalig wieder nach langer Zeit eine eigene Generalversammlung, auf der beschlossen wurde, den seinerzeit aus politischen Gründen errichteten allgemeinen Schützenverein aufzulösen und jedem Verein seine Selbstständigkeit zurück zugeben. Die Königsketten wurden getrennt und den Vereinen ausgehändigt.

Im Jahre 1949 fand in der Aaschule die erste Wiedergründungsversammlung aller am Schützenwesen Interessierten statt. Auf der Versammlung, die der Lehrer und spätere Rektor Franz Niehus leitete, wurde der Schützenverein St. Georg zu neuem Leben erweckt. Herr Niehus bekleidete mehrere Jahre das Amt des Oberst. August Schneiders wurde zum Vorsitzenden gewählt, legte aber schon im folgenden Jahr sein Amt nieder. Die Vereinsfahne, die bei Schneidermeister Dierkes aufbewahrt wurde, nahm eine Abordnung des Vereins in Empfang und brachte sie wieder in das Vereinslokal Kockmann.
Im Jahre 1950 wurde das erste Schützenfest nach dem Krieg gefeiert und Zwar bei Kockmann. Man war sich darin einig, wie bei der Gründung 1919, daß die Aabauerschaft ihr eigenes Fest feiern sollte.
Interessant ist übrigens, daß der Verein auch am Schicksal eines jeden Einzelmitgliedes teilnimmt. So hat man schon seit 1952 eine Sterbekasse, aus der den Angehörigen eines verstorbenen Mitgliedes eine Summe zur Deckung der Unkosten gezahlt wird. Mit der Jubelfeier im Jahre 1969 war auch die Weihe einer neuen Fahne verbunden. Dank der Großzügigkeit der Mitglieder konnten die Gelder durch Spenden aufgebracht werden. Die neue Fahne hat als Grundfarben die Farben Grün und Weiß und trägt auf der einen Seite eine von Eichenlaub umgebene Scheibe, über der sich zwei Gewehre kreuzen. Zudem ist darauf das neue Wappen unserer Gemeinde ein Tödde, zu sehen. Die andere Seite zeigt das Bild des Patrons der Pfarrgemeinde, den heiligen Georg, die Jahreszahlen 1919 - 1969 und den Namen des Vereins.

Im Jahre 1957 errichtete der Verein an der Recker Straße gegenüber des Gehöftes Loose ein Ehrenmal für die Toten und

Gefallenen des Vereins. Ein großer Findling trägt ein Kreuz (1987 d. Bronzekreuz ersetzt) und eine Tafel auf der die Namen der Gefallenen und Vermißten des letzten Weltkrieges stehen, die aus der Aabauerschaft stammen. Eine Bruchsteinmauer umschließt die gärtnerische Anlage dieses Ehrenmales. Das Rohrgeländer und das Tor wurden in den letzten Jahren in vorbildlicher Weise erneuert. Die gärtnerischen Anlagen wurden ebenfalls erneuert. Ein neuer Gehweg wurde 1993 aus Kopfsteinpflaster angelegt. Hier muß lobend erwähnt werden, das die Familie Loose diese Anlage in vorbildlicher Weise in Ordnung hält. Das Bronzekreuz wurde von einer politischen Partei gestiftet. Seit vielen Jahren hat der Verein eine Herrenschießgruppe, die recht aktiv und auf vielen Schießwettbewerben ist. Einmal im Jahr wird ein vereinsinternes Plaketten-, Kordel- und Eichelschießen durchgeführt. Seit 1991 hat der Verein auch eine Damenschießgruppe.

Der Schützenverein St. Georg ist Mitglied im Hopstener Schützenbauverein, eine Dachgesellschaft aller Hopstener Schützenvereine. Im Heimatschützenbund Tecklenburger Land ist unser Verein ebenfalls Mitglied.
Aus Anlaß des 65jährigen Bestehens des Schützenvereins stifteten die Damen des Vereins einen Fahnenwimpel.
Die Vereinssatzung wurde geändert. Während in früheren Jahren die Einladung zu den Generalversammlungen des Vereins von einem Ausrufer zwei Sonntage vor der Generalversammlung bekannt gegeben wurde, geschieht das heute durch die Presse. Dieser Ausrufer (Bernhard Attermeyer) hatte seinen Stand an einem Fenster im Obergeschoß des Hotel Kerssen-Brons.
Bis vor einigen Jahren konnten nur männliche Personen in den Verein aufgenommen werden. Heute können auch weibliche Personen Mitglieder des Vereins werden. Im erweiterten Vorstand arbeiten bereits zwei weibliche Vereinsmitglieder mit.
Da die Königskette zu schwer und umfangreich wurde, kam man überein, diese 1994 zu trennen. Die Hauptkette mit den Emblemen aus den Gründerjahren des Vereins trägt der amtierende Schützenkönig. Die zweite Kette wird vom alten König (Vorjahreskönig) getragen, sodaß dieser im gewissen Sinne der Vizekönig ist. Seit 1991 gibt es jedes Jahr ein Kinderkönigspaar. Es wird auf einer Drehscheibe ermittelt.

Im Jahre 1994 konnte der Schützenverein St. Georg auf ein fünfundsiebzigjähriges Bestehen zurückblicken. Zahlreiche Schützenvereine aus der näheren Umgebung wurden zu diesem Jubelfest eingeladen.
Wegen des Schlechten Wetters mußte das vorgesehene Programm gekürzt werden. Nach Beendigung der Ansprachen klarte der Himmel auf und der Regen Hörte auf. So konnte der Festumzug in seine vollen Wegstrecke stattfinden. Am Tag danach machte ein heftiges Gewitterschauer dem Festumzug nach der Königsproklamation ein jähes Ende. Dennoch kann man das Jubelfest insgesamt noch als gelungen betrachten. Das Jubelfest wurde im Juni beim Festwirt Josef Rieke gefeiert.
Im Sommer 2000 wurde der König erstmals auf einen Vogel ausgeschossen. Der erste Vogelkönig wurde Michael Berling mit seiner Frau Christel. Da das Vogelschießen einen so großen Anklang fand soll in Zukunft der König immer auf einen Vogel ausgeschossen werden.

Im Frühjahr 2003 wurde ein Vereinseigener Vogelstand gebaut. Der Vogelstand wurde so gerade noch zum Sommerfest 2003 fertig. Der erste König auf den vereinseigenen Vogelstand wurde Reiner Büscher mit seiner Frau Doris.
Im Sommer 2004 richtete unser Verein das 2. Hopstener Kaiserschießen aus, es wurde Josef Weber der neue Kaiser für 4 Jahre.
Aufgrund des Busunglücks vom 18. Juni 2007 bei dem 13 Personen aus Hopsten ihr Leben verloren, fielen die Sommerfeste der anderen Schützenvereine aus. Im Jahr 2007 fand nur das Sommerfest unseres Vereins statt, da es vor dem 18. Juni war. König war in diesem Jahr Bernd Ostholthoff mit seiner Frau Renate.
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Schützenverein St. Georg Hopsten